Vermittlungshinweise

Die auf diesen Seiten vorgestellten Tierheimbewohner

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Auf unserer Website stellen wir Ihnen nur eine kleine Auswahl unserer Tiere vor. Auch stellen wir Ihnen Tiere aus Pflegestellen, aus anderen Organisationen oder aus Privatstellen vor.

Hunde- oder Katzenwelpen, oder problemlos Kleinhunde, die erfahrungsgemäß nicht lange bei uns verweilen, werden Sie nicht unbedingt auf diesen Seiten finden. Sollten Sie aber ein solches Tier suchen, scheuen Sie sich bitte nicht bei uns nachzufragen.

Vermittlungs-Grundregel

  • Grundsätzlich werden von uns keine Tiere in eine von uns als nicht artgerecht empfundene Haltung vermittelt.
  • Bei der Vermittlung eines jeden Tierheimtieres wird ein Abgabevertrag geschlossen.
  • Wir nehmen auch Vermittlungsgebühren, die dadurch anfallen, dass alle Tiere geimpft, kastriert, tätowiert und gechipt und ärztlich untersucht werden.
  • Wir besuchen alle vermittelten Tiere nach einer angemessenen Zeit unangemeldet und überprüfen natürlich ob die Vertragsbedingungen eingehalten werden. Sollte dies nicht der Fall sein, darf der Kontrolleur das Tier wieder mitnehmen. Damit erklärt sich der Übernehmer bei Abschluß des Tierabgabevertrages einverstanden.

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Nach ein- oder mehrmaligen Ausführen des Hundes und eines aufklärenden Vermittlungsgespräch besteht die Möglichkeit den Hund entweder zunächst erst ein Mal für ein paar Stunden mit nach Hause zu nehmen oder ihn gleich für 2-3 Tage sozusagen „zur Probe“ mit nach Hause zu nehmen. Wird je nach Hund oder Haltungsumstände entschieden. Nach dieser Probezeit sollte man sich auf jeden Fall entscheiden ob man den Hund nehmen möchte oder nicht. Drei Tage sind soeben zumutbar um den Hund bei evtl. Rückgabe nicht einen seelischen „Schaden“ zuzufügen, aber es gibt dem zukünftigen Halter mehr Sicherheit die richtige Entscheidung zu treffen.

Grundsätzlich werden unsere Hunde nicht in eine Zwinger- oder Anbindehaltung und oder alleinige Draussenhaltung vermittelt. Das Tier ist ein Rudeltier und soll mit und in der Familie leben.

Vermittlung von Katzen

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Sollten Katzen in reine Wohnungshaltung vermittelt werden, dann nur zu zweit oder als Zweitkatze. Ausnahme wären Katzen, die unbedingt alleine leben möchten, dann sollten diese aber nicht den ganzen Tag (wie bei Vollberufstätigkeit)  alleine sein. Bei Katzen in reiner Wohnungshaltung wäre auch der Platz entscheidend – also nicht unbedingt geeignet für eine 1-Zimmer-Wohnung!

Babykatzen, die keinen Freigang bekommen, grundsätzlich nur zu zweit oder zu einer bereits vorhandenen jüngeren Katze, die auch mit ihr spielen kann.

Katzenübernahme

Bei der Vermittlung der von Ihnen übernommenen Katze war diese augenscheinlich und nach unserem Wissen gesund.
Wir haben Sie jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass die gesunde Katze durch Umstellung / Stress in das neue Heim, krank werden (Katzenschnupfen) bzw. ein Virus oder eine Pilzinfektion die bereits unerkannt im Körper steckt, bei Ihnen zum Ausbruch kommen kann.

Die Katzen wurden tierärztlich untersucht und behandelt. Aus Kostengründen können unsere Katzen nicht auf die Katzenkrankheiten FIP, FIV und Leukose getestet und auch nicht gegen Leukose und FIP geimpft werden.
Leider lässt es sich durch die „Massentierhaltung“ im Tierheim nicht vermeiden, dass neue Katzen – oder auch Besucher – Krankheitserreger oder Parasiten mit einschleppen. Das Immunsystem einer Katze lässt sich nun mal nicht messen. Es kommt daher auch schon mal vor, dass eine Katze aufgrund einer Vorerkrankung oder durch den starken Stress ein sehr schlechtes Immunsystem hat und an einer Pilzinfektion erkrankt.
Anzeichen hierfür sind kahle Stellen am Körper. Pilz kann auch ansteckend für Menschen sein aber auch nur dann, wenn dieser selbst ein schlechtes Immunsystem hat.

Da im Jahr 2009 und auch in 2014 Fälle von Parvovirose bei den Katzen (allerdings alles Jungkatzen) aufgetreten sind, müssen wir Sie darauf hinweisen, dass Parvo (Katzenseuche) sehr ansteckend und besonders gefährlich für ungeimpfte Katzen sein kann. Der Erreger ist in der Umwelt sehr widerstandsfähig und wird durch Kontakt mit Kot einer infizierten Katze (auch über Verschleppung an den Schuhen) weiter verbreitet. Die Impfung der Katzen ist aber ein wirksamer Schutz gegen diese Krankheit.

FIP (Feline infektiöse Peritonitis) nimmt unter den ansteckenden Viruserkrankungen der Katze eine Sonderstellung ein. Der Erreger ist normalerweise ein harmloser Durchfallerreger und bei Katzen sehr weit verbreitet. Unter besonderen Bedingungen (Haltung der Katzen in großen Gruppen, Umstellung, Stress) kann aus dem  harmlosen ein  höchst aggressives und bösartiges Virus werden. Die Erkrankung verläuft dann immer tödlich für die Katze.

Nicht jede mit dem Virus infizierte Katze bekommt diese Erkrankung. Welche Katze betroffen ist kann durch keinen Labortest vorher ermittelt werden. Hinzu kommt ein schleichender und heimtückischer Verlauf, der sich unerkannt über Monate hinziehen kann. Es gibt zwar eine Impfung, die aber wirkungslos ist, so dass wir keine Möglichkeit haben, die Tiere wirkungsvoll vor dieser Erkrankung zu schützen!

Sollte die Katze nach der Übernahme krank werden, können Sie in den ersten 8 Tagen nach der Vermittlung – ohne Absprache mit uns – unsere Tierärztin Frau Dr. Wiegand-Tripp in Borchen aufsuchen. Die Behandlungskosten werden dann von uns übernommen. Legen Sie der Tierärztin nur den Tierabgabe Vertrag vor. Notdienste (anderer Tierärzte), die von Ihnen in Anspruch genommen werden, können von uns nicht übernommen werden!
Aus Kostengründen können wir auch keine Tierarztkosten anderer Tierärzte, die keinen Vertrag mit uns haben, übernehmen.
Dieses bitten wir zu bedenken, wenn Sie nicht gerade in der Nähe wohnen und eine Fahrt zu unserer Tierärztin zu weit oder zu mühselig erscheint.
Mit Ihrer Unterschrift erkennen Sie sich mit unseren Abgabebedingungen einverstanden……..

Pflegestellen

Wenn Sie einem Tier eine Pflegestelle bieten möchten, gelten dieselben Regeln wie für eine Vermittlung. Unter Pflegestellen erhalten Sie hierzu mehr Informationen.

Wir entscheiden im Einzelfall

Vertrauen Sie bitte unseren Auskünften über ein Tier, die auf Verhaltensbeobachtungen resultieren. Unser erfahrenes Tierheimpersonal muss sich oftmals auf sein Gefühl verlassen, wenn man einen Interessenten nicht als den zukünftigen geeigneten Besitzer einstufen kann. Das ist keinesfalls persönlich und nicht als Abwertung zu betrachten. Wir versuchen nur die richtige Kombination Mensch und Tier zu finden, damit es für beide Seiten eine Beziehung für immer wird. Niemandem ist geholfen, wenn ein Tier aufgrund vorher geschilderter nicht durchdachter Probleme zurück ins Tierheim muss.

Es sollte auch niemals eine Entscheidung aus Mitleid sein, sich ein Tier aus dem Tierheim zu holen. Auch wenn es noch so traurig aussieht und bittend schaut, dass man nicht Nein sagen kann. So eine Entscheidung ist bindend für ein ganzes Tierleben. Man übernimmt Verantwortung für ein Lebewesen, die für das eigene Leben mit Veränderungen und Zeitaufwand verbunden ist. Das sollte man wirklich gut überdenken.

Tiere aus Privatstellen

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Wir führen ein sogenanntes "privates Abgabebuch".

In diesem Buch sind alle Tiere vermerkt, die Besitzer aus den verschiedensten Gründen abgeben möchten. Sie finden diese Tiere jedoch nicht im Tierheim. Sie sind immer noch bei ihren Haltern.

Wir geben aber an Interessenten diese Adressen weiter, wenn sie ein bestimmtes Tier suchen und die Kriterien auf eines dieser privaten Abgabetiere passt. Man kann sich dann selbst mit dem jetzigen Halter in Verbindung setzen und das Tier kennen lernen.

 

Weitere Informationen und Hilfestellungen

Manche Schützlinge aus dem Tierheim finden meist schon aufgrund ihrer Rasse oder ihres Alters schwerer ein neues Zuhause wie andere. Manche Tiere treten beim Besuch von Interessenten so in den Hintergrund, dass sie schlicht und ergreifend einfach übersehen werden.

Oder es müssen im neuem Heim bestimmte Voraussetzungen geschaffen sein, die nicht jeder Tierfreund erbringen kann (z.B. ein ansonsten völlig lieber Hund, der nicht gerne über längere Zeit alleine bleibt, wäre nichts für einen berufstätigen Tierfreund, und eine Katze, die viel Freiraum braucht und raus muss, ist bestimmt nichts für eine 40 m²-Wohnung). Das Problem liegt also nicht immer im Charakter eines Tieres.

Mehr über unsere Tiere erfahren Sie auch unter "Unsere Tiere".

Sie können sich jederzeit mit Fragen an uns wenden. Wir helfen gern. Bitte nutzen Sie unsere Hilfe sobald Ihre Probleme anfangen. Nicht erst, wenn es (fast) zu spät ist.

Kontakt

Tierheim Paderborn
Tel.:05254 12355
oder über unser Kontaktformular
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